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Der Thread-Pool nimmt über excecute() – dazu reicht die Schnittstelle Executor – die Runnable-Objekte an, was das folgende Beispiel mit Runnable r1 und r2 zeigt: Listing 9.5 ThreadPoolDemo.java, main()-Funktion Runnable r1 = new Runnable() { public void run() { System.out.println( "A1 " + Thread.currentThread() ); System.out.println( "A2 " + Thread.currentThread() ); } }; Runnable r2 = new Runnable() { public void run() { System.out.println( "B1 " + Thread.currentThread() ); System.out.println( "B2 " + Thread.currentThread() ); } }; Jetzt lässt sich der Thread-Pool als ExecutorService beziehen und die Befehle ausführen: ExecutorService executor = Executors.newCachedThreadPool(); executor.execute( r1 ); executor.execute( r2 ); Thread.sleep( 500 ); executor.execute( r1 ); executor.execute( r2 ); executor.shutdown(); Die Ausgabe zeigt sehr schön die Wiederverwendung der Threads. A1 Thread[pool-1-thread-1,5,main] A2 Thread[pool-1-thread-1,5,main] B1 Thread[pool-1-thread-2,5,main] B2 Thread[pool-1-thread-2,5,main] B1 Thread[pool-1-thread-1,5,main] B2 Thread[pool-1-thread-1,5,main] A1 Thread[pool-1-thread-2,5,main] A2 Thread[pool-1-thread-2,5,main] Die toString()-Methode von Thread ist so implementiert, dass zunächst der Name der Threads auftaucht, den die Pool-Implementierung so gesetzt hat, dann die Priorität und der Name des Threads, der den neuen Thread gestartet hat. Am neuen Namen ist abzulesen, dass hier zwei Threads von einem Thread-Pool 1 verwendet werden: thread-1 und thread-2. Nach dem Ausführen der beiden Aufträge und der kleinen Warterei sind die Threads fertig und für neue Jobs bereit, sodass A1 und A2 beim zweiten Mal mit den wieder freien Threads abgearbeitet werden. 9.3.3 Threads mit Rückgabe über Callable
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interface java.util.concurrent. Callable<V> |
| V call() Diese Methode enthält den parallel auszuführenden Programmcode und liefert eine Rückgabe vom Typ V. |
Wir wollen nun ein Beispiel angeben, das ein Feld sortiert. Das Sortieren soll ein Callable im Hintergrund übernehmen. Ist die Operation beendet, soll der Verweis auf das Feld zurückgegeben werden. Das Sortieren erledigen wie üblich Arrays.sort().
Listing 9.6 CallableDemo.java, MyCallable
class MyCallable implements Callable<byte[]> { private final byte[] b; MyCallable( byte[] b ) { this.b = b; } public byte[] call() { Arrays.sort( b ); return b; } }
Natürlich bringt es wenig, das Callable-Objekt aufzubauen und selbst call() aufrufen, denn ein Thread soll die Aufgabe im Hintergrund erledigen. Dazu ist jedoch nicht die Klasse Thread selbst zu verwenden, sondern ein ExcutorService, den wir etwa über Executors.newCachedThreadPool() bekommen.
Listing 9.7 CallableDemo.java, main()
byte[] b = new byte[ 4000000 ]; new Random().nextBytes( b ); MyCallable c = new MyCallable( b ); ExecutorService executor = Executors.newCachedThreadPool();
Der ExcutorService bietet dann eine submit() Methode, die das Callable annimmt und einen Thread für die Abarbeitung aussucht. Weil das Ergebnis asynchron ankommt, liefert submit() ein Future-Objekt zurück, über das wir herausfinden können, ob das Ergebnis schon da ist oder wir noch warten müssen.
Future<byte[]> result = executor.submit( c );
Nach dieser Anweisung ist die beste Zeit, noch andere parallele Aufgaben anzustoßen, um später die Ergebnisse einzusammeln.
Unsere Variable result verrät mit isDone(), ob die Aufgabe schon erledigt ist. Rufen wir get() auf, blockiert die Methode so lange, bis das Ergebnis da ist.
byte[] bs = result.get(); System.out.printf( "%d, %d, %d%n", bs[0], bs[1], bs[bs.length-1] ); // –128, –128, 127
Nicht immer ist das Blockieren erwünscht. Für diesen Fall ermöglicht die überladene Funktion von get() eine Parametrisierung mit einer Wartezeit und Zeiteinheit.
byte[] bs = result.get( 2, TimeUnit.SECONDS );
Ist das Ergebnis nicht innerhalb von 2 Sekunden verfügbar, löst die Methode eine Exception aus, die, auf dem Bildschirm ausgegeben, so aussehen wird:
java.util.concurrent.TimeoutException at java.util.concurrent.FutureTask$Sync.innerGet(FutureTask.java:211) at java.util.concurrent.FutureTask.get(FutureTask.java:85) at CallableDemo.main(CallableDemo.java:26)
Aus Gründen der Symmetrie gibt es neben submit(Callable) noch zwei submit()-Methoden, die ebenfalls ein Runnable annehmen. Zusammen ergeben sich:
interface java.util.concurrent. ExecutorService extends Executor |
| <T> Future<T> submit( Callable<T> task ) Der ExecutorService soll die Aufgabe abarbeiten und Zugriff auf das Ergebnis über die Rückgabe geben. |
| Future<?> submit( Runnable task ) Der ExecutorService arbeitet das Runnable ab und ermöglicht es, über das Future-Objekt zu erfragen, ob die Augabe schon abgearbeitet wurde oder nicht. get() liefert am Ende null. |
| <T> Future<T> submit( Runnable task, T result ) Wie submit(task), nur: die get()-Anfrage über Future liefert result. |
Zum Umbau eine Runnable in ein Callable gibt es noch einige Hilfsfunktionen in Executors. Dazu zählt die statische Methode callable(Runnable task), die in Callable<Object> liefert und callable(Runnable task, T result), das ein Callable<T> zurückgibt.
Die Methode submit()vom ExecutorService nimmt genau ein Callable an und führt es aus. Doch die Klasse kann auch mehrere Callable zu gleicher Zeit ausführen:
interface java.util.concurrent. ExecutorService extends Executor |
| <T> List<Future<T>> invokeAll( Collection<Callable<T>> tasks ) Beginnt mit der Ausführung aller Aufgaben und liefert eine Liste von Future-Objekten, die die Ergebnisse repräsentieren. |
| <T> List<Future<T>> invokeAll( Collection<Callable<T>> tasks, long timeout, TimeUnit unit ) Führt alle Ausgaben aus und würde die Ergenisse als Liste von Future-Objekten liefern, wenn die Zeit timeout in der gegebenen Zeiteinheit nicht überschritten wird. |
| <T> T invokeAny( Collection<Callable<T>> tasks ) Führt alle Aufgaben aus, aber liefert das Ergebnis des Threads, der als Erster fertig ist. Ein get() wird also nie warten müssen. |
| <T> T invokeAny(Collection<Callable<T>> tasks, long timeout, TimeUnit unit) Führt alle Aufgaben aus, gibt aber nur eine beschränkte Zeit. Der erste, der in der Zeit fertig wird, wird zurückgegeben. |
Die Klasse ScheduledThreadPoolExecutor ist eine weitere Klasse neben ThreadPoolExecutor, die die Schnittstelle Excecutor und ExecutorService implementiert. Die wichtige Schnittstelle, die diese Klasse außerdem implementiert, ist aber ScheduledExecutorService – sie schreibt scheduleXXX() Operationen vor, um ein Runnable oder Callable zu bestimmten Zeiten und Wiederholungen auszuführen. (Zwar gibt es mit dem java.util.Timer etwas Ähnliches, doch der ScheduledThreadPoolExecutor nutzt Threads aus dem Pool.)
Das folgende Beispiel führt nach einer Startzeit von einer Sekunde alle zwei Sekunden eine Ausgabe aus.
Listing 9.8 ScheduledExecutorServiceDemo.java
import java.util.concurrent.Executors; import java.util.concurrent.ScheduledExecutorService; import java.util.concurrent.ScheduledFuture; import java.util.concurrent.TimeUnit; public class ScheduledExecutorServiceDemo { public static void main( String[] args ) { ScheduledExecutorService scheduler = Executors.newScheduledThreadPool( 1 ); ScheduledFuture<?> fut = scheduler.scheduleAtFixedRate( new Runnable() { public void run() { System.out.println( "Tata" ); } }, 1 /* Startverzögerung */, 2 /* Dauer */, TimeUnit.SECONDS ); } }
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